Muntognas, mar, ruinas ed alpacas - Plain bonder entraini in noss 13avel pajais dal viadi. Sperain be cha’l temp da plövgia sa lascha amo ün pa temp, inschna poi gnir ün pa malcumodaivel dad campar in quistas temperaturas frais-schas e molas.

Für die Grenze nach Peru hielt unsere super Auto-Registration wieder mal Probleme bereit. Ob die Dame sehr gewissenhaft oder einfach nur nervig war, darf jetzt jeder selbst entscheiden. Mit Geduld geht aber alles. Nach dem Grenzübertritt hat Sabina einen wunderschönen Camping in der Wüste gefunden. Wir kommen zu einem kleinen Häuschen und werden von den Bewohnern herzlichst begrüsst. Sie haben dieses Grundstück vor etwa 20 Jahren übernommen und eigentlich war alles Wüste. Mit der Zeit haben sie sich informiert welche Pflanzen auch in der Wüste gedeihen und ihre eigene kleine Oase erschaffen. Ein Bewohner wächst uns in dieser Zeit besonders ans Herz. Ein kleiner ca. 10-jähriger Hahn verhält sich wie ein Schosshund. Sitzt man irgendwo will er am liebsten raufspringen und sich streicheln lassen. Was erst komisch war, wird bald super süss.

Als wir dann weitergehen kaufen wir noch ein Glas Honig, da unser Frühstück nicht so reichhaltig ist und der Honig doch gut Kraft gibt. Wir fahren der Küste entlang und finden bald auch ein Museum, dass einer Kultur gewidmet ist, die vor den Inkas die Küstengegend Perus bewohnt haben. Entsprechend ist ihre Kultur eng verbunden mit dem Meer. Viele Wandmalereien zeigen Seepferde, Rochen und Pelikane. Hauptsächlich ernährt haben sie sich von Fisch und dem einen oder anderen Kameloid, der sich an die Küste verirrt hat. Das Museum ist wunderschön gemacht, hat jedoch fast keine Leute. Wir lassen uns richtig Zeit und vergessen fast, das wir noch an unseren Schlafplatz fahren müssen. Dies ist leichter gesagt als getan, denn Verkehrsregeln werden in Peru komplett missachtet oder einfach nicht beigebracht. Schwitzend fahren wir wieder aus der Stadt raus. Das eine oder andere Mal sahen wir unsere Seitenspiegel schon auf der Strasse liegen. Passieren tut erstaunlicherweise herzlich wenig.

Wir schlafen heute in einem herzigen Surfer-Dörfchen. Fürs Nachtessen brauchen wir wieder mal Pizza und finden einen Geheimtipp. Der Marokkanische Pizzaiolo ist ein begnadeter Koch. Seine Pizzas sind einfach, die Zutaten sind aber aus ganz Peru. Er hat sich ein Netz aufgebaut, wo er die besten Zutaten bekommt. Tomaten und Olivenöl aus dem Süden, Mozzarella aus den Bergen, Gemüse vom Markt und den umliegenden Dörfern und das Mehl direkt von der Mühle in Trujillo. Pro Abend bietet er nur zwei Sorten Pizzas an. In der Hochsaison stehen die Leute aber Schlange bis an die nächste Strassenecke. Wir haben jedoch Glück und können mit ihm noch etwas plaudern. Da nur eine Pizza jeweils in den Ofen passt, essen wir die erste und die zweite die wir mitnehmen wollten, kommt heiss raus und duftet so gut, dass sie auch schon weg ist. Leider gibt’s den Laden nicht mehr lange, denn er vermisst seine Heimat und hat sich schon einen Rückflug gebucht.

Weiter geht’s für uns zu einer archäologische Stätte, bei der sie ein paar Sachen fürs Museum gefunden haben. Leider liegt diese fast mitten in der Stadt und musste daher schon unzähligen Bauprojekten weichen. Unser Guide erklärt uns, dass früher 12 solcher Tempelkomplexe bestanden haben, in den schlimmen Jahren wurden diese aber mit Bulldozer plattgemacht um alles rauszunehmen dass noch etwas glitzert und glänzt. Auch im Museum erklärten sie uns, dass Peru extrem Mühe hat, ihre Artefakte zurückzubekommen. Viel Geschichte wurde ins Ausland exportiert. Man findet sie auf Schwarzmärkten und in Anwesen auf der ganzen Welt. Eine Krone in Miami, eine Goldfigur in Europa, eine historische Wandmalerei in Asien und und und. Wir erfreuen uns trotzdem an den noch vorhandenen Sachen und geniessen auch wie unser Guide erklärt, was alt ist, was restauriert und was neu hinzugefügt. Da wir soviel Zeit vertrödeln reicht es nicht mehr die Stätte anzuschauen wo wir schlafen. Trotzdem sind wir extrem beeindruckt, dass die Felswand hinten an unserem Camping von historischen Mauern durchzogen ist. Wir schlafen gut, unterhalten uns noch etwas mit unseren Campingnachbarn und wollen dann weiter in die Berge. Heute geht’s ab in die Cordillera Blanca. Da wir von Meereshöhe nicht direkt auf 4’000 MüM übernachten wollen, wählen wir einen schönen Ort auf ca 3’300. Die ersten 100 Kilometer gehen ring von der Leber, wir kaufen noch ein paar Kokablätter für die Akklimation und decken uns mit frischen Früchten vom Strassenrand ein. Als wir zu unserem Schlafplatz abbiegen, kommen wir auf eine Erdstrasse die im Zickzack den Berg hoch führt. Die Strasse führt immer weiter rauf und der Fluss im Tal ist immer weiter entfernt. Als wir auf das Hochplateau gelangen, finden wir einen schönen Ort, ca 500 Meter von der Strasse der auch nicht einsehbar ist da er nach unten verschoben ist. Hier schlafen wir und ganz erstaunt wird Diego am nächsten Tag als er vom Dachzelt steigt von einem Geburtstags-Kuchen aus Kinderschokolade überrascht. Genüsslich setzt er sich hin, denn er hat sich schon gefragt, wann diese Schoggi endlich serviert wird. Wir geniessen noch etwas die Aussicht und machen uns dann wieder an die spannende Strasse runter in den Canyon del Pato. Eine Schlucht, mit immens coolen Felsformationen und gefühlt tausend Tunnels. Als wir einen Felsen entdecken, der wie das Tor zu Moria geschuppt ist, wird’s uns richtig warm ums Herz. Wir versuchen die Landschaft mit Kamera und Drohne einzufangen aber um das richtig zu geniessen müsst ihr wohl selbst hin. Das Tal öffnet sich und wir kommen ins erste grössere Dorf. Dieses lassen wir schnell hinter uns, und fahren rauf zur Lagune Parón. Wir schlafen vor dem Tor zum Nationalpark, um uns noch etwas mehr an die Höhe zu gewöhnen und fahren am nächsten Tag über eine Schotterstrasse auf 4’000 MüM. Die Lagune ist ein wunderschöner See unter imposanten Bergzipfeln. Früher wurde sie noch zur Stromerzeugung genutzt, weshalb wir bei unserer Wanderung auch einen langen Stollen entdecken. Wir laufen dem Ufer entlang nach hinten, denn dort bietet sich ein uns allen bekannter Blick. Gegensätzlich zur allgemeinen Meinung ist der Berg im Logo der Paramount Filme nicht vom Aussichtspunkt erspähbar sondern nur nach einer kurzen Wanderung. Beim Zurückkommen macht uns der Hüttenwart noch einen Chochlo con Queso (Gekochter Maiskolben mit Quietschekäse) und bei einem Tee kommen wir ins Gespräch. Er bleibt ca 3 Monate hier oben, dann wird er abgelöst. Schnee haben sie eigentlich nie also sei die Strasse immer befahrbar. Wir machen uns wieder auf den Weg ins Tal und bringen Mitsi kurz zum Mech, weil wir wieder Probleme mit dem Kühler haben. Das Druckventil öffnet nicht mehr, Ersatzteile bekommt er aber nicht. Er schlägt vor, das Druckventil auszubauen und dann so weiterzufahren. Dies KANN besser sein, wird aber nicht empfohlen. Darum lassen wirs noch und fahren mit ganz vielen Pausen rauf zur nächsten Lagune. Wir schlafen wieder auf 3’800 MüM und zwingen uns am nächsten Tag auf 4’600 MüM. Der Weg zur Laguna 69 ist gespickt mit Flussläufen, schroffen Felsen, Kühen und Vizcachas. Die letzten 100 Höhenmeter sind die schlimmsten und wir verstehen wieso weiter unten der Trostlagune genannte See zu finden ist. 10 Schritte und dann Pause schleppen wir uns hoch und werden dafür mit einem wunderbaren Ausblick auf das dunkelblaue Wasser, komplett alleine werden wir für die 05:00 Uhr aufgestandene Tortur belohnt. Für eine Stunde geniessen wir die Ruhe an der Lagune, tauchen unsere Gesichter in das eiskalte Wasser und können einfach nur sein. Beim Runterlaufen sehen wir dann wie viele Leute sich da rauf quälen in der Mittagshitze. Runter nehmen wir’s gemütlich und belohnen uns wieder mit einem Choclo con Queso, schlafen nochmals auf dem Camping oben und gehen dann runter in den Hauptort. Der Camping dort macht uns wieder richtig Freude. Der Gastgeber ist super nett und wir können ihn über alles mögliche ausfragen. Am Abend in der Stadt gehen wir dann sogar noch Raclette essen bei einem Exilschweizer. Für unsere Weiterfahrt empfiehlt unser Gastgeber dann noch einen Laden, von seiner Familie geführt, der Cuchi-Canca serviert. Da das Schwein aus dem Ofen so lecker war bestellen wir gleich nochmals ne Portion und zum Schluss noch ein Sandwich zum Dessert. Wir müssen die Berge leider wieder verlassen, Mitsi muss in die Werkstatt und wir leider weiter.

Ab gehts in die grosse Stadt. Wir quälen uns bald schon durch den Stadtverkehr von Lima und finden eine verlässliche Garage, die unseren kleinen Mitsi wiedermal so richtig auf Vordermann bringt.

Noss prüm temp a Peru ans ha plaschü fich bain. Vain imprais e viss bler da las kulturas Pre-Incas. E las muntognasch da la Cordillera Blanca cun attezzas sur 6’000 msm e piz albs d’eiran daplü sco be faszinant. Cun nossa spassegiada sün 4’600 msm d’erni quasi sülla istess’attezza sco la plü ata muntogna da la svizra (Dufourspitze 4634 msm). Sperain be cha nu stain star usche lönch a Lima. Citads grondas nu sa plaschan pel plü usche bain.

 

 

Übersetzungshilfe =)