Noss viadi tras Ecuador d’eira bain planisa. Tras il god da nüvlas ed traversar la mitad dil mund, üna visita illa plü ota cità principala dal muond, subir vulcans ed observer las balenas. Cruscha il cunfin vaini svelta bada cha quai nun es pussibel.
In Ecuador angekommen, hat der Präsident die Subventionen für Diesel gestrichen. Als Folge davon hat sich der Preis ca. verdoppelt. Unmöglich für die Bevölkerung, die Mehrkosten zu tragen. Die Folge: Strassenblockaden die auch uns betreffen. Glücklicherweise kommen wir ohne Probleme an unserem ersten Ziel an. Inmitten von Mandarinen- und Avocadoplantagen beobachten wir Brillenbären. Aus sicherer Distanz und mit Fernrohr ausgestattet erkennen wir auch die markanten Fellzeichnungen um die Augen, welche den Bären den passenden Namen gegeben haben. Lange beobachten wir sie beim Naschen der Avocados. Vom Camping-Besitzer erhalten wir als Begrüssungsgeschenk auch einige frisch geerntete Avocados. So lecker, verständlich fühlen sich die Brillenbären hier wohl. Er erklärt uns, die Bären werden hier geduldet, da sie eigentlich nur runter gefallenes Obst essen, dass die Bauern nicht mehr brauchen können. Am nächsten Tag führt uns die Reise weiter nach Ibarra Richtung Finca Sommerwind. Um Strassenblockaden zu vermeiden nehmen wir Feldwege durch eine wunderschöne Landschaft. Beim Campingplatz angekommen gehen wir noch kurz Tanken. Man weiss ja nie wie die Situation sich entwickelt. Im Nachhinein die beste Entscheidung. Im Verlauf der Streiks werden die Tankstellen nicht mehr befüllt, Benzin und Diesel schafft es nicht mehr rauf in den Norden. Zum Glück war Mitzis Bauch und ein 10l Extratank voll.
Von der Finca Sommerwind unternahmen wir einen Tagesausflug nach Otovalo. Die Taxifahrerin, eine Meisterin ihres Fachs, nahm ihr Fuss gefühlt nie vom Gaspedal… Voller Adrenalin kamen wir an und besuchten den bekannten Markt. Hier gab es alles. Vorallem hat uns aber der Handwerksteil angetan: Bunte Stoffe, wilde Muster und ein Stand weicher als der andere. So schöne Sachen, natürlich kauften wir uns etliche Suvis.
In Verlauf der Nächsten Tage hat sich die Situation nicht gebessert. Die Strassenblockaden hielten an, Ibarra war quasi vom Rest Ecuadors Abgeriegelt. An Weiterfahrt war nicht zu denken. So blieben wir 12 Tage, genossen die Pause vom Reisen, quatschten mit anderen Reisenden die festsassen und faulenzten. Langweilig wurde es uns nicht. Es wurden Grillabende veranstaltet, Salsa-Tanzkurse angeboten und Reisefilme präsentiert. Wir genossen das deutsche Restaurant in der Finca. Nach ca. 1.5 Jahren schmeckten uns die Weisswürste, Bretzel, Leberkäse und Bienenstich besonders gut.
Nach 12 zwölf Tagen wird die Sehnsucht, weiterzufahren zu gross. Auch wenn die Situation sich nicht gebessert hat, wollen wir weiter, sonst sehen wir die Wale nicht mehr. Quito und die Vulkane im Landesinneren mussten wir von der Reiseroute streichen, die Strassen dahin sind zu unsicher und gefährlich. Unsere einzige Möglichkeit ist Strasse der Küste entlang. Nach zwei ermüdenden Fahrtagen kommen wir in Salango an. Leider nicht ohne Zwischenfälle. Unterwegs hat sich der Motor überhitzt. Kühlwasser war leer und um weiterzufahren mussten wir den Kühler mit Leitungswasser füllen. Angekommen in Salango sind wir so froh über den Tapetenwechsel, dass wir’s uns auf dem Camping gemütlich machen: Stühle raus und Blick aufs Meer. Und dann sehen wir sie… Buckelwale, der Grund für unseren Besuch. Sie Springen und Platschen mit den Flossen, ein letztes Mal bevor sie Ihre lange Reise in die kühleren Gewässer Richtung Süden antreten. Wir geniessen die Ruhe und die Aussicht, schliessen Freundschaft mit dem Campingwart und dem Besitzer vom Camping. Mehrmals besuchen wir auch den Fischmarkt im Nachbarsdorf. Diego fühlt sich wie im Himmel und kauft viel zu viel ein. Ein Teil wird zu Ceviche verarbeitet, der Rest am Abend grilliert. Natürlich kann er nicht alles Essen, freut sich am Nächsten Tag aber auf die Reste.
Während unserem Aufenthalts besuchen wir noch die Isla de la Plata (Galapagos für Arme). Auf der Bootsfahrt dürfen wir ganz oben vor den Kapitän sitzen. Kein offizieller Sitzplatz, wir müssen uns also gut festhalten um nicht ins Wasser zu plumpsen. Dafür haben wir die beste Sicht und können Wale aus der Nähe bestaunen. Auf der Insel angekommen laufen wir los und unser Guide bringt und die Flora und Fauna auf eine lehrreiche und lustige Art und Weise näher. Unterwegs beobachten wir ein Blaufusstölpel-Küken das zwischen die Tritte einer Brücke gefallen ist. Ohne Hilfe ist dies sein sicherer Tod. Der Guide hat Mitleid mit den kleinen und meint, die Person mit den kleinsten Händen soll das Küken aus seiner misslichen Lage befreien und wieder ins Nest legen. Sabina kann ihr Glück kaum fassen und holt das kleine Häufchen Elend raus. Es fühlt sich so weich an mit seinem Flaum… Die Rückfahrt ans Festland verlief ereignislos.
10 Tage bleiben wir auf den Camping Miramar in Salango, der Abschied fällt schwer. Gegen Ende vom Aufenthalt sehen wir die Wale nur noch sporadisch. Auch für uns ist es Zeit Richtung Süden zu fahren.
Wir kommen in Guayaquil an.... Die nächsten zwei Wochen überspringen wir in diesem Blog und erzählen die ganze Geschichte in einem separaten Blog...
Die Strassenblockaden haben mittlerweile aufgehört. Auf ein paar Forderungen der Bevölkerung ist die Regierung eingegangen, aber bei weitem nicht alle. So wurde es mit ca. 30 Tagen der längste Streik in der Geschichte von Ecuador.
Von Guayaquil fahren wir durch den Nationalpark von Cajas Richtung Cuenca. So können wir trotz allem noch etwas vom Innland Ecuadors besuchen. Cuenca gefällt uns sehr gut. Der Historische Kern ist auffallend grün und sauber und lädt zum flanieren ein. Wir geniessen das Stadttreiben bei einem gemütlichen Kaffee. Einige Reisebekanntschaften erzählen uns, das obwohl Cuy eine Spezialität Perus sei, hier in Cuenca die besten Cuys serviert werden. Natürlich müssen wir dies degustieren… Und ja, es schmeckt erstaunlich lecker, auch wenn uns der Vergleich mit Peru noch fehlt. Für alle die in der lateinamerikanischen Küche noch nicht so bewandert sind: Cuy ist Meerschweinchen.
Durch die Berge und üppigen Wälder verlassen wir Ecuador Richtung Peru. Die Landschaft wird karger und wir nähern uns der Wüste.
Unsere Zeit löst gemischte Gefühle bei uns aus. Einerseits hatten wir so vieles Erlebt, andererseits konnten wir das Land nicht richtig Kennenlernen da unsere Route auf den Kopf geworfen wurde.
Ün taxist ans quinta: ecuador era adüna ün bel pajais ed ün dals unics stabils, in per presidents han pudiu rumper tut. Quai ans rumpa il cor. Tuot es gni ater sco cha vain planisa. Bler vaini stuvü stricher da la lista. Cha vain pero pudü observer las balenas d’eira definitiv ün highlight.

