Bolivia ei in tec in “cliffhanger”. Saveinsa uss i ni hani puspei problems. Ils cunfins ein per part schon serrau. Ils problems ils medems sco en tut ils pajais. Il stadi paga subvenziuns ed il benzin vegn transportau sur ils cunfins ed profiter san quels che vegnen dals pajais spera a far bun marcha benzin. Nus lessan aber propi ir a bolivia ed aschia dunqueren e sigir ina via emprem che dar si. Cun noss novs amitgs veinsa era aunc dus ögls, dus tgaus ed in auto da plü.

Bolivien, deine Schwierigkeiten können nicht immer als Charme bezeichnet werden. Mit viel Hoffnung fahren wir zum einzigen Grenzübergang, von dem wir noch nicht wissen, dass er geschlossen wäre. Desaguadero ist aber auch einer der grössten, heisst viele viele Trucks und Leute. Auf peruanischer Seite wird es erstmals voll. Wir müssen uns zwischen LKWs durchschlängeln, mit Gehupe signalisieren das wir vorbei wollen und einen oder zwei böse Blicke ertragen. Die Grenzbeamten sind dann aber ganz entspannt, “ahh ihr wollt nach Bolivien? Natürlich könnt ihr das, müsst hier nur ein zwei Formulare ausfüllen und euch dann für die Autokontrolle anstellen”. Unsere neuen Freunde werden prompt noch für das neue Röntgengerät auserkoren. Heisst a la Nicaragua müssen sie ihr Auto abstellen und zwei mal fährt ein mobiler Röntgenapparat dran vorbei. Nix gefunden, also noch kurz warten und dann sind wir in Bolivien. Potztammi, war das einfach, vielleicht ist es ja gar nicht so kompliziert denken wir schon. Wir wollen heute noch etwas Strecke machen und müssen auch noch La Paz umfahren, denn da sind die Proteste wohl am schlimmsten. Einfacher gesagt, als getan: Was als Umfahrung dargestellt wäre, ist noch im Bau und die Teerstrasse wird zur Schotterpiste und die Schotterpiste ist dann irgendwann einfach zu Ende. Zurück nein, rauf nein also nehmen wir Seitengassen und Holperpisten und nach einer lässigen Stunde sind wir wieder auf dem richtigen Weg. Wir wollen Strecke machen, denn die wichtigen Sehenswürdigkeiten die wir mit dem Auto machen wollen liegen eigentlich alle im Süden des Landes. Wir fahren und fahren und als es dunkel wird, steuern wir ein kleines Dörfchen im Nirgendwo an und schlafen vor einer Kapelle. Die Bewohner meinen das dies okay ist und kurz darauf läuft eine Horde Schulkinder mit grossen Augen und winkenden Händen an unseren Autos vorbei. Wir fühlen uns gut an diesem Platz. Leider können wir nicht länger bleiben, denn morgen wollen wir das halbe Land durchqueren. Wir nehmen die Schnellstrasse und kommen flott voran. Der graublaue Delfin mit ZH Nummernschild ist mal im Rückspiegel und mal vorneweg. Unsere Fahrt ist ziemlich eintönig und bei einer Dorftankstelle bekommen wir sogar noch Benzin. Bald kommt auch schon der Salzsee in Sicht. Uyuni wir kommen. Um die Treibstoffverfügbarkeit hier zu prüfen, und unsere kleinen Schlucker zu besänftigen gehen wir sofort auf die Tankstelle. Jaa, eine Schlange hat’s aber wir warten nicht mehr als eine Stunde und als Sabina vorne nachfragt, ob sie genug Benzin haben, meint der Tankwart, dass es kein Problem sein sollte. Auf dieses Glück, genehmigen wir uns ein mehr oder weniger leckeres Eis vom fliegenden Händler, der die Schlange nicht als Problem sondern als Geschäftsmöglichkeit sieht. Wir sind ganz fasziniert, dass wir mit den ganzen Tourenjeeps in der Schlange stehen, denn diese laufen doch alle mit Diesel. Nicht hier meinen sie jedoch, da man in der Höhe mit Benzin viel besser bedient ist. Für die Nacht stellen wir uns zu einem Hotel, können duschen und lassen uns was zu Essen bringen. Nach dem Essen kommen sogar noch ein paar deutsche Bekannte an und schlafen auch dort.

Am nächsten Tag, gehen wir los um die Einkäufe für unseren Ausflug auf den Salzsee zu erledigen. Auf dem Markt lernen wir sogar noch ein herziges Hundilein kennen, dass uns auf dem ganzen Einkaufsbummel begleitet. Beim Rumlaufen sind wir ganz fasziniert von den vielen nicht spanischen Sprachen die hier geredet werden. Nein kein Quechua sondern einfach seeehr (do würd jetzt “huaaara” guat innapassa aber i tarf jo nüm so viel fluecha :) touristisch. Für den Salzsee gewappnet gehen wir jetzt aber leckere Pizza essen, und die ist würkli guat. Am nächsta tag gots den ab ind salzwüesti. Mit Motorenöl das Auto besabbern lassen wollen wir nicht, also gehen wir ganz ohne Schutz drauf (kinder nit nochmacha, sus gits kinder). Wir fahren rein in das weisse Nichts und merken schnell, dass hier vorsichtig gefahren werden muss, denn schon auf den ersten Metern hat’s ein paar wässrige Stellen. Ihr könnt ja mal im Internet schauen, was es da für schaurige Bilder von Overlandern gibt, die stecken geblieben sind und die Quittung vom Salz kommt dann ein halbes Jahr später. Ohne Probleme schaffen wir’s zum Rally Monument. Hier wurde ein Teil der Rally Dakar Südamerika Edition ausgeführt und alle Flaggen stehen hier und ein Muss-Stop ist es auch für uns. Wir machen noch cooles Fotoshooting mit unseren Freunden und wollen dann weiter rein in die Salzwüste. Unseren Freunden ist dies aber etwas zu heiss, da ihr Auto gut doppelt so viel wiegt und nicht mehr Auflagefläche hat. Wir verabreden uns für den nächsten Tag und düsen rein in das weisse Wunderland. Gefühlt sieht man nix ausser weiss, die Silouetten von Bergen auf die man zufährt aber nach einer Stunde mit 80 km/h sind sie immer noch gleich klein. Wir verlassen und also auf den Kompass und fahren in vorhandenen Spuren Richtung Insel. Jaa, die Insel ist ein aus Korallen geformter Hügel inmitten der Salzwüste auf der Kakteen wachsen. Glaubsch fasch nit wens nit selber gsesch. Irgenwann kommt die Silouette in Sicht und wird auch immer grösser. Wir gehen die Insel noch erkunden und suchen dann ein kuschliges Plätzchen an dem wir schlafen und den Sonnenuntergang bestaunen können. Sofort sind die Stühle draussen und Sabina macht sich einen leckeren Salat und Diego kaut auf seinem Jerky rum. Diego hat auf dem Markt Lama-Jerky gefunden und braucht daher keine anderen Nahrungsmittel. Am nächsten Tag umrunden wir noch einmal die Insel und fahren dann wieder ab ins weisse. Als wir einen schönen Platz gefunden haben (eigentlich egal welcher, denn alles ist weiss und weiss und weiss und ach jaa würkli huara wiss), machen wir ’n Stop schicken unseren Vogel in die Höhe und machen nochmals Lustig Fotos. Auf der Rückfahrt bestaunen wir dann die Salzskulpturen und besteigen die Treppe in den Himmel. Unser Auto, unsere Schuhe und unsere Augen meinen dann, wir sollten doch mal wieder raus. Wir fahren raus und suchen eine gute Waschanlage. Da uns die Erste Waschung nicht gefallen hat, gehen wir zur Sicherheit noch eine zweite machen. Wir gehen nochmals einkaufen und treffen uns mit unseren Freunden beim Zugfriedhof. Nach einer ruhigen Nacht, gehen wir die vielen alten und teils schon derb verrosteten Loks anschauen. Uyuni war mal eine sehr wichtige Zugverbindung um die Minen mit den Häfen Chiles zu verbinden. Nachdem diese nicht mehr benötigt wurde hat man das Rollmaterial abgestellt und seinem Schicksal überlassen, was durch den Salz alles andere als gnädig zu dem vielen Eisen ist.

Heute nehmen wir eine Strecke in Angriff die schon vielen Leuten die Kinnlade fallen liess. Ob von dem Geholper oder der unendlichen Schönheit wollen wir selbst rausfinden. Wir machen uns auf den Weg zur Lagunenroute: 300 Kilometer ungeteerte, teils sehr unfreundliche Pisten durch verlassene Natur runter nach Chile. Wir tanken noch ein letztes Mal und füllen all unsere Ersatzkanister. Mit ca. 105 Liter Benzin machen wir uns auf den Weg und hoffen, dass dies auch reicht. Der erste Tag führt noch ca 100 Kilometer über Teerstrassen und dann links weg in die Pampa. Wir erreichen bald die erste Lagune und finden schon die ersten Flamingos die’s sich darin gemütlich machen. Nach ein paar Fotos gibts Zmittag und geht dann auch weiter. Wir bekommen einen ersten Eindruck von den Erd- und Sandpisten die uns erwarten, erreichen aber nach vielen Oooh Momenten unseren ersten Schlafplatz, der für einen weiteren Aaah Moment sorgt. In einem Labyrinth von Sandsteinfelsen lassen wir unsere Autos stehen und gehen auf Erkundungstour. Irgenwann kommen wir ca. 10 Meter über unserem Auto wieder raus und haben eine wunderschöne Aussicht. Der nächste Tag führt uns weiter über Holperpisten, zu einer riesigen Lagune, die aufgrund ihrer verschiedenen Farben Laguna Colorada genannt wird. Nach dem Bestaunen und Eintritt der Dunkelheit geniessen wir bei unseren Freunden eine Spieleabend. Der nächste Morgen gibt ein kaltes Erwachen: Die Landschaft um unsere Autos hat sich weiss eingefärbt. Es hat geschneit, obwohl wir eigentlich noch Ende Sommer sind, so ist das halt auf ca. 4’500 MüM. Da wir noch den steinernen Baum bestaunen wollen, räumen wir unser Göppeli um, lassen das Gepäck im anderen Auto und fahren sprit- und materialschonender zu viert in unserem Auto. Die kurze Strecke ist ereignislos ausser das unsere Beifahrer meinen, dass es ganz anders im Auto zu hocken, wenn man keine Angst haben muss das alle Schränke auseinanderfallen. In so ein kleines Auto passt halt kein Schrank. Beim Arbol de Piedra liegt sogar noch etwas Schnee und wir können mit einem kleinen Schneemann posieren. Der nächste Stop ist ein geothermisches Feld, wo sie immer wieder Projekte starten um dies wirtschaftlich nutzen zu können. Da die Kabelkosten im Moment aber noch höher sind als der Verdienst, blubbern die nach vergoreren Eier riechenden Dampflöcher fröhlich vor sich hin. Als wir uns in den Wind von einem Auslass stellen, merkt man das es schön warm ist. Wo die Kleidung aber feucht ist merkt man bald das es durch die Kälte seehr frisch wird sobald man aus dem Dampf geht. Wir gehen weiter und übernachten heute Mal bei ein paar heissen Quellen. Am Ende unseres Badespasses, merken wir dann auch ganz gut wo die besten sprich wärmsten Plätze im Wasser sind und trinken noch ein Bier. Über das Rauskommen werden wir jetzt hier nicht sprechen, denn der Blog sollte bestmöglich auch für zarter besittete Wesen lesbar bleiben. Bald verlassen wir schon die Lagunenroute, denn wir stehen vor dem Grenzhäuschen von Bolivien. Die Ausreise geht schnell, die Einreise auf der anderen Seit wird aber Qual. Durch Berichte von anderen war uns das auch schon bewusst aber ohne Sinn und Verstand Lebensmittel beschlagnahmen macht keinen Sinn. In Uyuni auf dem Markt haben wir extra noch lokales Quinoa gekauft. In einem Plastiksack darf dies auch rein, in der Plastitktüte wird’s aber quasi in Handschellen abgeführt. Den Honig aus Peru haben wir auch noch nicht ganz leer, heisst Löffel raus und wir essen ein Viertel Glas Honig aus Nordperu auf der chilenischen Grenze.

Don nu vaini pudü vezzer taunt da Bolivia sco cha vain sa miss avant. La Paz, Sucre, Potosi ed il parc naziunal da Sajama vessni fich jent eir visita. Be schon do quista pitschna visita ans ha Bolivia inchanta. Fin la prossma jada, nus tuornain garanti.

 

Übersetzungshilfe =)